Heute habe ich kurz vorm neuen Jahr mal wieder einen Systemwechsel vollzogen (Debian -> Mint) um mal wieder den eigenen Tellerrand zu erweitern. Dabei ist mir aufgefallen, dass es inzwischen schon so manche Programme gibt, die mich inzwischen jahrelang über die Grenzen der Betriebssysteme/Distributionen hinweg begleitet haben. In diesem Beitrag geht es um eine Software, der ich großes Vertrauen entgegenbringe. Mein ewiger Passwortmanager Revelation.

Über Revelation

Revelation ist Open Source, steht unter der GNU GPL Lizenz. Entsprechend ist der Quelltext einsehbar – für ein Programm mit so heiklem Einsatz durchaus von Bedeutung. Es dient der sicheren Aufbewahrung von Passwörtern. Dabei werden die Daten mit AES-256 verschlüsselt gespeichert. Ich glaube die Software ist um 2003 herum entstanden und dient mir zuverlässig seit spätestens 2010 unter Ubuntu, Debian, Arch und jetzt Mint.

Revelation at Start

Installation

Installation und Debianoiden Distributionen denkbar einfach:

Meine Verwendung / Funktionen

Ich benutze Revelation recht eingeschränkt. Ich trage neue Passwörter ein oder öffne und kopiere sie heraus.

Revelation strukturiert die Passwörter gut. Man kann beim Anlegen eines neuen Eintrags aus verschiedenen Kategorien wählen:

  • Kreditkarte
  • Crypto Key
  • Datenbank
  • Türschloss
  • Email
  • FTP
  • Generisch
  • Telefon
  • Shell
  • Remote Desktop
  • VNC
  • Webseite

Jede Kategorie hat ihre spezielle Menge an Datenfeldern, die man ausfüllen kann. Bei einem FTP kann man zum Beispiel die Portnummer angeben und bei der Kreditkarte hingegen das Ablaufdatum. Grundsätzlich werden alle Daten verschlüsselt. Nicht nur die Passwörter. Die Eingabemaske sieht dann zum Beispiel so aus:

Revelation Eintrag hinzufügen

Man kann Ordner erstellen, die eine sinnvolle Trennung darstellen wie Geschäftlich–Privat oder Online–Offline oder Häufig–Selten, in die man dann die Passworteinträge sortieren kann.

Ich habe es so eingerichtet, dass meine (einzige) Passwortdatei automatisch geöffnet wird, wenn ich Revelation starte. Das ist eine sehr sinnvolle Funktion im Programm, da man meist eh nur ein- und die selbe Datei öffnet. Ich muss einmal das Masterpasswort eingeben und schon habe ich Zugriff auf alle Passwörter. Die Passwörter lasse ich mir gar nicht erst anzeigen, sondern kopiere sie direkt mit einem Rechtsklick aus dem Programm in die Zwischenablage.

Revelation Übersicht

Revelation sperrt sich, wenn ich mal wieder vergesse, dass ich es offen habe, selbst nach einer einstellbaren Zeit (15 Minuten default?). Bei  mir sind es fünf Minuten. Es gibt noch einige Funktionen, die ich nicht (so sehr) nutze: Man kann wählen, ob die Passwörter angezeigt werden. Man kann sich sichere Passwörter beliebiger Längen erzeugen lassen. Man kann zu jeder Art Eintrag einen Befehl definieren, der nach einem Doppelklick ausgeführt werden soll. Könnte praktisch sein. So sieht das aus:

Revelation Einstellungen

Fazit

Empfehlung der Redaktion 🙂

Kategorien: Linux

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